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Düsseldorfs neue Visitenkarte.

Worum geht es?

Worum geht es?

Die Welt verändert sich stetig. Insbesondere innerhalb von Städten findet weltweit eine nachhaltige Transformation urbaner Räume statt, die auf die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bewohner und Besucher zielt. Indem Flächen und Infrastruktur effizienter genutzt werden, sollen weniger Ressourcen verbraucht, die Luftqualität verbessert und auch die Lärmbelastung im Alltag verringert werden.

Die Vision

Die Grundidee des Projektes „Green Hauptbahnhof“ dreht sich um die Verschönerung des Hauptverkehrsknotenpunkts in Düsseldorf. Der Hauptbahnhof ist der meistfrequentierte Standort in Düsseldorf und auch gleichzeitig sein Aushängeschild. Täglich finden sich hier unzählige Besucher, Touristen, Pendler und Reisende ein, nicht nur u die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Der Hauptbahnhof bietet auch ein reichhaltiges gastronomisches Angebot und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.

Obwohl der Innenbereich des Bahnhofs aufwändig saniert und modernisiert wurde, wird der Außenbereich ihm leider nicht gerecht. Die gegenwärtig triste Backsteinfassade soll daher in einen grünen Mantel gehüllt werden.

Der Düsseldorf Hbf soll mit diesem Projekt zu einem lebenswerteren und freundlich gestalteten Ort des öffentlichen Lebens werden. Weg vom schlechten Image – Hin zum architektonischen Wahrzeichen einer modernen und nachhaltigen Gesellschaft.

Vertikale Gärten

Vertikale Gärten sind das gesuchte Schlüsselwort. Diese moderne, kostengünstige Methode ermöglicht die kreative Antwort auf das Bedürfnis der Menschen nach Grün und Natur bei gleichzeitigem Platzmangel, ohne die Substanz eines Gebäudes anzugreifen. Eine minimale Investition würde zu einer maximalen Aufwertung des Standorts führen und als international anerkanntes Vorzeigebeispiel für nachhaltige Stadtplanung gelten.

Unser Gestaltungskonzept zeigt, wie wichtig Pflanzen für ein Leben in der Stadt sind und welche positiven Effekte sie auf alle Aspekte unseres täglichen Lebens haben. Die Filterung der Luft von Abgasen und CO2, die hohe Sauerstoffproduktion, eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und die Kühlung der Luft im Sommer, sowie eine gewisse Isolierung vor Wärme und Kälte sind offensichtlich. Dazu kommt das Gefühl der Menschen, sich nicht in einer Stein- und Betonwüste zu bewegen, sondern in der Natur. Die Wände dienen nicht nur den Pflanzen als Lebensraum, denn auch Vögel und wichtige Insekten finden dort Nist- und Futterplätze.

Wo und mit wem sollte man so ein Projekt verwirklichen, wenn nicht mit der Bahn? – Dem umweltfreundlichsten Fortbewegungsmittel in einem der weltoffensten Städte der Neuzeit?

Vorteile

Vorteile – Ein Plus für Mensch und Natur

Die geplante vertikale Grünfläche trägt nicht nur zum ästhetischen Erscheinungsbild unserer Städte bei. Sie erfüllt auch weniger offensichtliche, wichtige ökologische Funktionen. Im folgenden Abschnitt finden Sie 15 Vorzüge, die für eine Begrünung des Hauptbahnhofs sprechen:

1.

Steigerung der Lebensqualität

Bäume, Sträucher, Gräser und Vogelgezwitscher. All das kann Menschen glücklicher machen. Viele wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren bewiesen, wie beruhigend und stressmindernd grüne Flächen auf den Menschen wirken. Sie fördern die Gesundheit und die Zufriedenheit.

2.

Ein tägliches Highlight

Der „Green Hauptbahnhof“ wäre einer der außergewöhnlichsten Bahnhöfe weltweit. Düsseldorfer Bürger würden sich mit ihm identifizieren und ihn als neues Wahrzeichen der Stadt anerkennen. Der Bahnhof verwandelt sich vom zweckdienlichen Ort zu einer Umgebung, in der man gerne Zeit verbringt.

3.

Menschen inspirieren

Der Düsseldorfer Hauptbahnhof wurde in den letzten 20 Jahren von über 1,8 Mrd. Menschen besucht. Täglich sind das 250.000 Menschen, die sich von der Fassade inspirieren lassen können – und vielleicht ihren eigenen Anteil zu einer grüneren Welt beitragen.

4.

Verbesserung der CO2-Bilanz

Durch die Photosynthese wandeln Pflanzen CO2 aus der Luft in Sauerstoff um. Ebenso besitzen begrünte Flächen durch ihre Fähigkeit zur CO2-Bindung und Sauerstoffproduktion die Eigenschaften zur Verbesserung des städtischen Mikroklimas. 22 m² begrünte Wandfläche spart jährlich bereits 1 Tonne CO2 ein.

5.

Verringerung des Feinstaubs

Forscher der Universität Bonn haben herausgefunden, dass Moos wirksam gegen Feinstaub ist. Etwa 40 Prozent des Feinstaubes bestehen aus Ammonium-Ionen. Ammonium ist ein wichtiger Nährstoff, den die Pflanzen zum Wachstum benötigen. Die robusten Moos-Pflänzchen ziehen Ammonium elektrostatisch an und fressen einen Teil des Staubes einfach auf.

6.

Natürliche Wärmedämmung

Mit immergrünen Pflanzen versehene Hausfassaden sind wetterfest. Ähnlich wie mit einem Mantel, isolieren sie vor Wärme und Kälte bei Extremtemperaturen. Damit wird den Gebäuden weniger Wärme entzogen und Energie eingespart. Im Sommer hält die Wandbegrünung einen großen Teil der Sonneneinstrahlung zurück und kühlt an heißen Tagen durch Verdunstung.

7.

Schaffung von Lebensraum

Begrünte Fassaden bieten Lebensraum für wichtige Kleintiere, wie z.B. Schmetterlinge, Bienen und Käfer. Daneben können sich zahlreiche Vögel einnisten, die für ein natürliches Gleichgewicht sorgen. Fassadenbegrünungen können ein positiver Beitrag zum Artenschutz sein.

8.

Moderne Stadtplanung und Architektur

Grüne Oasen statt grauem Beton! Spektakuläre Dachgärten und begrünte Wände. Die moderne Baukunst wird immer revolutionärer und setzt auf ein sattes Grün statt auf ein tristes Grau. Düsseldorf würde diesen Trend weiter vorantreiben und durch den Bau eines „Vertical Garden“ in dieser Größenordnung, als Vorreiter gelten.

9.

Ein positives, grünes Image

Durch die innovative und umweltfreundliche Bauweise der Projekte „KÖ Bogen“ und „Green Hauptbahnhof“ würde Düsseldorf sein Image einer nachhaltig denkenden Stadt weiter festigen. Als weltweites Paradebeispiel für eine gesunde und erfolgreiche Stadtentwicklung kann sich die Stadt für tolle Nominierungen und internationale Preise qualifizieren. Bewohner jeden Alters könnten sich noch stärker mit „ihrer“ Stadt identifizieren und auch Touristen werden bei ihrer Ankunft nicht mehr von tristem Grau empfangen.

10.

Internationale Bekanntheit

Mit dem „Green Hauptbahnhof“ würde ein neues Wahrzeichen geschaffen werden, welches in nationaler und internationaler Presse-Berichterstattung eine positive Erwähnung finden würde. Durch Fotos in sozialen Netzwerken würde Düsseldorfs neues Highlight vergleichbare Besucherzahlen wie der „I Amsterdam“ Schriftzug hervorrufen und die Stadt als Metropole stärken.

11.

Mehr Wert durch Mehrwert

Das Image des Stadtgebiets rund um den Hauptbahnhof und den Worringer Platz wird aufgewertet. Weg von Kriminalität und dem schlechten Milieu – Hin zur grünen Oase. Die Wertsteigerung der umliegenden Immobilien und die Aufwertung des gesamten Wohngebiets liegen auf der Hand.

12.

„Haltet die Stadt grün und gepflegt!“

Die Stadt Düsseldorf ist grün: Der Stadtwald ist 2180 Hektar groß. Hinzu kommen 1254 Hektar Parkanlagen und Straßengrün. Fast 69 000 Straßenbäume machen die Stadt freundlicher und lebendiger. Joachim Erwins 8. Wunsch war „Haltet die Stadt grün und gepflegt!“ – diesen Wunsch würde der „Green Hauptbahnhof“ ihm erfüllen.

13.

Kein Milliardengrab

Hamburg, Stuttgart, Berlin. Bei vielen großen Bauprojekten wurden Steuergelder in schwindelerregend hohem Maße begraben. Die Fassadenbegrünung im Umfang der geplanten Fläche des Hauptbahnhofs würde nicht einmal einen Bruchteil dieser Summen kosten. Ähnlich große vertikale Gärten haben in der Vergangenheit zwischen 1 – 2 Mio. € gekostet. Man erschafft mit einer vergleichbar geringen Investition einen vielfachen Mehrwert. Durch die finanzielle Beteiligung der Deutschen Bahn würden die Kosten für die Stadt zusätzlich sinken..

14.

Touristen begeistern

Ein Ausflug nach Düsseldorf wird bei Touristen immer beliebter. Mit mittlerweile über 4 Millionen Übernachtungen jährlich kann Düsseldorf weiterhin steigende Besucherzahlen verbuchen. Das liegt an der stetigen Entwicklung der Stadt und an Investitionen wie dem Kö-Bogen und in die Infrastruktur. Der „Green Hauptbahnhof“ würde diesen Trend fortsetzen.

15.

Synergie zwischen Bahnhof und Vorplatz

Durch die ästhetische Aufwertung des Bahnhofs steigt die Attraktivität des Umfelds. Die Fassade würde sich nahtlos in die Kulisse des neu gestalteten Vorplatzes integrieren und im Gesamtbild hervorragend harmonieren.

Weltweite Beispiele

Weltweite Beispiele

Im Folgenden stellen wir Ihnen reale Konzepte aus den Metropolen dieser Welt vor. Sie haben durch Innovation, Kreativität und Nachhaltigkeit überzeugt und die Lebensqualität der Menschen positiv beeinflusst.

Die Geschichte

Die Geschichte

Eine Reise durch die Epochen: Industrialisierung, Neuzeit und Moderne. Die geschichtliche Entwicklung von drei Durchgangsbahnhöfen zu einem Zentralbahnhof, der heute zu den meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkten Deutschlands zählt, ist lang.

1838

Vorgängerbahnhöfe

Es gab folgende drei Bahnhöfe in Düsseldorf: Den Bergisch-Märkischen Bahnhof auf dem Gebiet des heutigen Graf-Adolf-Platzes, den Köln-Mindener Bahnhof südöstlich des Bergisch-Märkischen Bahnhofs und den Rheinischen Bahnhof in Düsseldorf-Pempelfort. Sowohl der Bergisch-Märkische, als auch der Köln-Mindener Bahnhof standen der Stadterweiterung nach Süden (dem Bau der Friedrichstadt) im Wege. Neben der angestrebten Zusammenlegung von Bahnhöfen und parallelen Strecken war dies ein weiterer Grund für den Neubau eines Zentralbahnhofs.

Bergisch-Märkischen Bahnhof

1891

Zentralbahnhof

Der alte Hauptbahnhof wurde am 1. Oktober 1891 als Düsseldorfer Zentralbahnhof eröffnet. Bereits nach drei Jahrzehnten war er zu klein geworden und wirkte bereits altmodisch.

Bergisch-Märkischen Bahnhof

1932 - 1936

Neubau

Im November 1930 wurden acht Entwürfe zur Umgestaltung des Hauptbahnhofs vorgestellt. 1932–1936 folgte schließlich der Abriss des Empfangsgebäudes und sein Neubau im sachlichen Architekturstil. Charakteristisch für seine bis heute unveränderte äußere Gestalt sind die Backsteinlochfassade mit gliedernden Natursteinelementen und der markante Uhrenturm, der ursprünglich auch als Wasserturm für die Befüllung von Dampflokomotiven diente. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hauptbahnhof stark beschädigt. Diese Schäden wurden bis 1959 behoben.

Bergisch-Märkischen Bahnhof

1980 - 1985

Umbau

Zwanzig Jahre später erforderte der Neubau der Düsseldorfer U-Bahn und der Ost-West-S-Bahn einen umfangreichen Umbau des Hauptbahnhofs. Als Besonderheit des Hauptbahnhofs wurde die neue zentrale Passage durchgängig mit Ladenlokalen ausgestattet und erhielt einen zusätzlichen östlichen Ein- und Ausgang. Mit dem Bertha-von-Suttner-Platz wurde ein zweiter Bahnhofsvorplatz an der Ostseite des Hauptbahnhofs gebaut. In einem der Gebäude ließen sich die Volkshochschule und die Zentralbibliothek der Stadtbüchereien nieder.

Bergisch-Märkischen Bahnhof
Der Bahnhof heute

Der Bahnhof heute